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 ÖBB-Konkurrent Westbahn gibt Gas

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hzol
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BeitragThema: ÖBB-Konkurrent Westbahn gibt Gas   Mi 13 Mai 2015 - 2:44


Die Westbahn fährt künftig in Wien von Westbahnhof und Hauptbahnhof ab - Foto: KURIER/Reinhard Vogel

Zitat :
180 Millionen Euro für den Kauf von zehn neuen Zügen, die ab 2017 fahren.

Die Westbahn gibt ordentlich Gas: Der ÖBB-Konkurrent investiert 180 Millionen Euro und kauft damit zehn neue Züge. Ab dem Winterfahrplan 2017 fährt die Westbahn AG dann stündlich vom Westbahnhof und vom Wiener Hauptbahnhof nach Salzburg, in Salzburg fährt alle 30 Minuten ein Zug in Richtung Wien ab. Mit der Investition soll auch der Personalstand auf dann rund 300 Mitarbeiter verdoppelt werden.

Die Motivation dafür nennt Westbahn-Haupteigentümer Hans Peter Haselsteiner: "Wir hätten kein vollwertiges Angebot, wenn wir den Hauptbahnhof nicht bedienen." Außerdem hoffen Haselsteiner und Westbahn-Chef Erich Forster, mit den neuen Garnituren bald zusätzliche Strecken bedienen zu können. Dann nämlich, wenn die Staatsbahn ihre veraltete Intercity-Flotte nicht erneuert. Das haben die ÖBB zwar ab etwa 2019 vor, vorerst fehlen allerdings noch die dafür notwendigen mindestens 800 Millionen Euro. Außerdem müssen neue Strecken für den Wettbewerb ausgeschrieben werden, die Westbahn hofft auf die Verlängerung der West-Strecke bis Bregenz sowie auf die Süd- und die Tauernbahn.

Die Großinvestition sorgt auch für eine weitere Eigentumsverschiebung bei der Westbahn: Da die französische Staatsbahn SNCF bei der Kapitalerhöhung nicht mitzieht, verringert sich ihr Anteil von 28 auf 17,4 Prozent. Haselsteiner hält jetzt bereits 49,9 Prozent, der Sanierer Erhard Grossnigg 34 Prozent.

Benachteiligung

Schwere Geschütze fährt Haselsteiner gegen die geplante Eisenbahngesetznovelle auf. Der darin vorgesehene integrierte Taktfahrplan würde die ÖBB bevorzugen, weil nur die Staatsbahn ein österreichweites Service anbietet. Bei der Trassenvergabe würde daher immer die ÖBB bevorzugt, wettert Haselsteiner. Der Zugang zum integrierten Taktverkehr müsse aber für jedes in Österreich zugelassenen Eisenbahnverkehrsunternehmen diskriminierungsfrei möglich sein. Haselsteiner: "Wenn die Gesetzesnovelle so kommt, werden wir aus dem Markt gedrängt. Das ist ein deutliches Indiz dafür, dass Wasser gepredigt, aber Wein getrunken wird."

Kurz und bündig kommentiert Haselsteiner den jetzt erfolgten Verkauf seines 24,75-Prozent-Anteils am Immobilien-Unternehmen conwert :" Meine Lebensqualität lässt es nicht zu, dass ich in einem Unternehmen investiert bin, über das ich mich ärgern muss."
kurier.at
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